Bei Erwachsenen gehen durch Parodontitis, eine Zahnfleisch- und Knochenerkrankung, mehr Zähne verloren als durch Karies!
Gesundes Zahnfleisch ist leider eine Seltenheit. Nur bei wenigen Erwachsenen glänzt es zartrosa und schmiegt sich fest
an den Zahnhals. Die Ursache für eine Zahnfleischentzündung sind Bakterien, in der Mundhöhle. Diese "nisten"
mit Vorliebe in Bereichen, die die Zahnbürste nur unzureichend erreicht, z.B. im Zahnzwischenraum. Von hier geben die Bakterien aggressive Stoffwechselprodukte in das umgebende Gewebe ab, die das Zahnfleisch reizen. Es kommt zu einer Zahnfleischentzündung, aus der sich im Laufe der Jahre eine Parodontitis entwickeln kann.
Beim Entstehen einer Parodontitis spielen viele Faktoren eine Rolle,
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die größten Risiken sind: Bakterieller Zahnbelag = Plaque und Zahnstein Mangelnde Zahnreinigung Rauchen, Stress, Diabetes Schwangerschaft, Antibabypille Einige Medikamente, z.B. gegen Bluthochdruck |
Bereits ab einer Taschentiefe von 4 Millimetern liegt ein Therapiebedarf vor (übrigens sieht die Deutsche Gesellschaft
für Parodontologie diesen bei etwa 25 Millionen Erwachsenen). Wenn Sie selbst Zahnfleischbluten, geschwollenes oder empfindliches Zahnfleisch oder Mundgeruch feststellen, können dies erste Anzeichen für eine Parodontitis sein.
Um eine fortgeschrittene Erkrankung kann es sich bereits bei Rückgang des Zahnfleisches, Zahnstellungsveränderungen
(es entstehen Lücken) oder zwischen Zahn und Zahnfleisch austretenden Eiter handeln.
- Die Therapie erfolgt in mehreren Schritten:
- Entfernung der harten und weichen Zahnbeläge, Politur, Mundhygieneinstruktion und -motivation = PZR
- Säubern und Glätten der Zahnfleischtasche und Zahnwurzeloberfläche unter lokaler Betäubung mit Ultraschall-, Handinstrumenten oder mit dem Laser
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